Kritik an Digitalisierung

„…Aus nahezu allen Bundesländern gibt es Berichte von Schulen, in denen Lehrer einfach Seiten aus Schulbüchern kopieren und per Post zu den Schülern schicken. Die Eltern sollen sich dann darum kümmern, dass der Nachwuchs den Stoff nacharbeitet. Digitalisierung? Fehlanzeige….“

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Kultusminister setzt Versprechungen nicht in die Tat um

Pressemitteilung des BEV Nr. 5/2020 vom 11. Mai 2020

Bayerischer Elternverband: Kultusminister setzt Versprechungen zum Übertritt und zum Vorrücken auf Probe nicht in die Tat um

Der Ankündigung des Kultusministers, kein Schüler solle aufgrund der Corona-Situation benachteiligt werden, sind mindestens beim Übertritt bisher keine Taten gefolgt. Während Abschlussprüfungen mit freiwilligen Leistungsnachweisen verbessert werden können, werden die Viertklässler lediglich auf die Möglichkeit der Teilnahme am Probeunterricht verwiesen.

„Für den Übertritt an weiterführende Schulen gelten unverändert die Regelungen des § 6 Abs. 5 Sätze 2 und 3 der GrSO. Das geht glasklar aus dem Elternbrief „Übertritt im Schuljahr 2019/2020″ vom 6. Mai hervor, wo von der angekündigten Kulanz überhaupt keine Rede ist. Die von uns mit dem Offenen Brief vom 26. April angeregte Regelung wurde nicht berücksichtigt.“ Mit diesen Worten hat der Landesvorsitzende des BEV, Martin Löwe, nun erneut beim Kultusministerium eine Einlösung des Versprechens angemahnt. Von dort habe es bis heute keinen Hinweis an die Lehrkräfte gegeben, etwa ihren pädagogischen Ermessensspielraum wohlwollend anzuwenden. Dies war aus Schulleiterkreisen zu erfahren. Viele Eltern sehen sich nun getäuscht und befürchten eine Benachteiligung ihrer Kinder beim Übertritt.

„Falls der Minister weiterhin das ganz normale Übertrittsverfahren ohne Anpassung an die aktuelle Situation verfolgt, können wir – entgegen unserer bisherigen Empfehlung, auf die versprochene Kulanz zu vertrauen – den Eltern nur den Rechtsweg raten.“ Zur Vorbeugung einer Flut von Klagen rät der BEV daher, die Viertklass-SchülerInnen in die von Ihnen gewählte Schulart übertreten zu lassen, auf Probe, jedoch ohne Probeunterricht.

Bei dem in der Pressekonferenz vom 5. Mai angekündigten Vorrücken auf Probe, das allen Kindern ermöglicht werden soll, verhält es sich ebenso: Außer dieser Ankündigung sind dem BEV dazu bisher keine Elterninformationen, Anweisungen an Schulleitungen oder sonstige Fakten bekannt. In den FAQs des Ministeriums sucht man vergebens danach.


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Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an
Henrike Paede
Stellvertretende Landesvorsitzende
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Tel.: +49 172 8311684
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